Mittwoch, 3. August 2016

Juli 2016: Kaum Niederschlag, überdurchschnittlich warm und sehr schwül




Im Gegensatz zu den Monaten Mai und Juni, gab es im Juli nur wenige Tage mit Niederschlag, genau genommen 13 Tage. Bis zum Ende des Monats fielen insgesamt 35.5 Liter auf den Quadratmeter in den Regenpott und damit nur 48.2% der monatlichen Normmenge. Bei einem starken Gewitterschauer am 21. Juli registrierte der Regenmesser in einer Stunde und 15 Minuten ganze 13,6 mm. Das war dann auch schon das Maximum an einem Tag. Über den Monat verteilt gab es immer wieder Gewitter, die zwar punktuell (auf dem Ragenradar als Stecknadelkopfgroße dunkle Punkte zu erkennen) Starkregen und Hagel hervor brachten; Esslingen jedoch selbst von solchen Extremereignissen verschont geblieben ist. Steppenartige Verhältnisse und Starkregenereignisse lagen somit wieder eng beieinander. Schaut man sich die klimatische Wasserbilanz der letzten Monate an, so fällt auf , dass die vergangenen drei Monate mit nur 66% der normalen Niederschlagsmenge sehr trocken waren. Sonnenhungrige kamen in der ersten Julidekade voll auf ihre Kosten:  Vom 3. bis 11. Juli schien die Sonne von einem meist ungetrübten Himmel fast täglich bis zu über 11 Stunden. Das war dann auch die längste trockene Phase in dem Monat. Sonst  gesellten sich immer wieder dichtere Wolken hinzu mit dem ein oder anderen Schauer. Und mit knapp 230 Stunden Sonne, ist mit 98% fast der Normalwert erreicht worden. Auch wenn es wenig geregnet hat, so spürte man wenigstens den Wasserdampf auf der Haut. Denn es war über mehrere Tage hinweg sehr schwül. Als sehr feucht wird eine Luftmasse empfunden, wenn der Taupunkt über 16°C liegt. Und das war im Juli oft der Fall, wie die Grafik zeigt:

Taupunkt-Mittelwert

Überdurchschnittlich war dagegen die Temperatur, die am Ende des Monats ein sattes Plus von 3.28°C verzeichnen konnte. Dafür sorgten recht hohe Werte vom 17. bis 22. Juli mit dem Maximum am 20.Juli von 35.4°C. Durch die hohe Feuchte in der subtropischen Luftmasse kühlte es nachts auch kaum ab. So blieb das Minimum oft bei durchschnittlich 15.6°C. Stärker abgekühlt hat es nur am 16.Juli. Wer morgens das Haus verlassen wollte, blickte erst einmal ungläubig auf das Thermometer, das um 5:10 Uhr nur 9.5°C anzeigte. Auffällig war dagegen, dass trotz der 23 Sommer- und 5 heißen Tage nicht eine einzige tropische Nacht dabei war. Am letzten Tag des Monats wurde die tropische Nacht mit 19.9°C nur knapp verfehlt.
Wie immer hier der grafische Überblick: