Sonntag, 7. April 2019

Rückblick März 2019

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 7,49 Grad ist der März 2019 zu Ende gegangen. Damit ist dieser Monat um 2,64 Grad über dem Mittel deutlich zu warm gewesen. Den Rekord als wärmster März seit den regelmäßigen Wetteraufzeichnungen in der Region von 1958, hält der von 1989, mit einer Durchschnittstemperatur von 9,4 Grad. Bis zur Mitte des zurückliegenden Monats, war die Witterung geprägt von einer sehr dynamischen Westwetterlage, zeitweise stürmisch und auch sehr nass. Ein Tief nach dem anderen folgte und sorgte im ganzen Bundesgebiet für turbulentes Wetter. Sturmtief Bennet brachte Böen zu 80 Kilometer pro Stunde bis in die Niederungen. Auf den Höhen des Schwarzwaldes wurden Spitzenböen von bis zu 125 Kilometer pro Stunde gemessen. Und die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Stuttgarter Schnarrenberg verzeichnete immerhin noch als höchste Windböe 103 Kilometer pro Stunde. In Esslingen selbst hielt sich der Sturm in Grenzen. im Mittel sind bis zu 47 Kilometer pro Stunde gemessen worden. Am selben Tag, nämlich am 4. März, hat das Schalenkreuzanemometer an der Wetterstation Oberesslingen 67,1 km/h registriert. Ab der zweiten Hälfte des Monats stiegen die Temperaturen auf frühlingshafte Werte mit Hoch Hannelore. Das Thermometer zeigte am vorletzten Tag des Monats als Maximum 20,7 Grad.  Abends unter klarem Himmel kühlt es durch die enorme Abstrahlung vom Boden sehr stark ab. So kommt es über eine kurze Distanz zwischen Bodentemperatur und der darüber liegenden Luft in zwei Meter Höhe zu starken Differenzen bei den Temperaturen. Ein Beispiel dafür ist der Morgen des 20. März: Während es in zwei Meter Höhe minus 2,5 Grad hatte, waren es bodennah minus 5 Grad.  Immerhin hat der vergangene März es auf fünf frostige Nächte gebracht. Acht Frosttage wären um diese Jahreszeit das absolute Mittel.  Der kälteste Tag ist nach wie vor der 6. März 19971 mit minus 14,6 Grad. Der wärmste Tag in einem März ist der 28.3. 1989 mit 24,6 Grad. Obwohl uns in Esslingen 15 trübe Tage begleitet haben, glich das Hoch die Sonnenbilanz in der zweiten Hälfte des Monats wieder aus. So strahlte die Sonne ganze 156 Stunden vom Himmel. Normal für einen März wären 126 Stunden. Es war aber auch überdurchschnittlich nass. Mit 53,8 Liter auf den Quadratmeter sind 237,2 % erreicht worden. Der meiste Regen fiel am 15. März mit 28,8 Millimeter. Bislang hielt der 12.März 1988 der Tag mit der höchsten Niederschlagsmenge innerhalb von 24 Stunden von 27,7 Liter den Rekord, der jetzt allerdings nur in Esslingen übertroffen wurde.

Freitag, 1. Februar 2019

Nasser und sehr trüber Januar






Der Witterungsverlauf im Januar zeigte sich sehr wechselhaft. Oft hielt sich die Sonne hinter dichten Wolken verdeckt, dazu regnete und schneite es im Wechsel, und am Ende des Monats reichte es für ein leichtes Plus über dem Temperatur-Mittelwert. Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,4 Grad fiel der Januar um 0,94 Grad etwas zu warm aus. 



Die erste Monatshälfte war überwiegend von Tiefs geprägt, die schon in den ersten Tagen für reichlich Niederschlag sorgten. So fielen bis zum 15. Januar bereits 59,2 Liter auf den Quadratmeter. Das sind  157,86 % und damit deutlich mehr als der Mittelwert von 37,5 Liter, welches der erste Monat im Jahr an Niederschlag in Esslingen bringen sollte.  Dabei schwankte die Schneefallgrenze deutlich, was sich auch in den Aggregatzuständen zeigte. Einmal erreichte der Niederschlag den Boden in fester Form, dann wieder mehr Schneeregen und schließlich auch Regen. Eine äußert prekäre Wetterlage stellte sich gleich zu Beginn des Monats ein. Zwischen einem ortsfesten Hoch über den britischen Inseln und einem Tief über Osteuropa wurden immer wieder maritim-polare Luftmassen bis zu den Alpen gesteuert, wodurch es dort zu massiven Schneefällen kam.  Während in den Alpenländern der Schnee in Metern gemessen wurde, reichte in der Region Esslingen ein Lineal, um die Schneehöhe festzustellen. Den höchsten Neuschneezuwachs gab es am 12. Januar mit 4 Zentimetern und somit bislang die höchste gemessene Schneedecke dieses Winters. Insgesamt war an 16 Tagen der Boden mit Schnee bedeckt. Die höchste je gemessene Schneehöhe von 40 Zentimetern wurde am 10. Januar 1982 registriert. Insgesamt waren es mit dem Flüssigwassergehalt der Schneemenge zusammen mit dem  Regenwasser, 64 Millimeter an Niederschlag was im Januar in den Pott gefallen sind. Das sind 170,7 %. Deutlich nasser war es dagegen im Januar 2004 mit 97,8 Liter. Das ist bisher auch die höchste Niederschlagsmenge, die in einem Januar gemessen wurde. Der höchste Tagesniederschlag fiel am 5. Januar des letzten Monats mit 15,2 Liter. 

 

In der der zweiten Hälfte des Januars gesellte sich oft der Frost hinzu, weshalb auch nachts die Temperaturen meist unter den Gefrierpunkt sanken. So wurde die tiefste Temperatur am Morgen des 20.1. mit minus 7,8°C gemessen. In Summe wurden 19 Frosttage und drei Eistage mit Maximalwerten unter der Null-Grad gezählt.  An 26 Tagen war der Himmel mit Wolken überzogen, was sich auch in der Bilanz der Sonnenscheindauer bemerkbar macht.  So wurden nur 53,9 % der mittleren Sonnenscheindauer im Januar erzielt. Das sind gerade einmal 33 Stunden in Summe. Üblich wären im Januar 61.2 Stunden. Der bisherige Rekord an trüben Tagen ist jedoch nicht unterboten worden. Noch dunkler war der Januar 2013. Hier schien die Sonne nur ganze 16,3 Stunden.