Sonntag, 2. April 2017

März 2017 mit Wärmerekord



Der März 2017 endete am letzten Tag des Monats mit einem Rekordergebnis. An der Wetterstation in Oberesslingen stieg am Nachmittag die Temperatur auf 25,9°C, was den Esslingern nicht nur einen satten, sondern auch den frühesten Sommertag eines Jahres seit den zurückliegenden Aufzeichnungen bescherte. Rückblickend bis zum Jahr 1961 ist in den Wetterbüchern in der Region bisher noch kein einziger Sommertag (max. Temp.> 25°C) in einem Monat März verzeichnet worden.  Die Meteorologen an der amtlichen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Stuttgarter Schnarrenberg haben dagegen am Nachmittag nur einen Spitzenwert von 24,5°C gemessen. Somit blieb hier die Temperatur unter dem Ereignistag stehen. Der bisher gemessene Höchstwert in einem Monat März vom 28.3.1989 mit 24,6°C, ebenfalls an der DWD-Station auf dem Schnarrenberg gemessen, wurde in Esslingen allerdings gebrochen. Zum Vergleich noch ein paar gemessene Höchstwerte am 31.3. anderer offizieller Messstationen in Baden-Württemberg:

Bad-Mergentheim an der Tauber 25,2°C
Emmendingen (Breisgau)             24,0°C
Notzingen (Lkr. Esslingen)            24,9°C

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 9,08°C und einem deutlichen Plus von 2,78°C gegenüber der mittleren Temperatur im Referenzzeitraum von 1961 bis 1990 ging der Monat zu Ende. Damit erreichte er den Status als wärmster März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Trotz der sehr milden Witterung, sank das Quecksilber nachts ein paar Mal unter 0°C, weshalb man statistisch noch 4 Frosttage verzeichnen kann. Der März begann erst einmal sehr verhalten. Die Sonne machte sich rar, es war oft bewölkt und es regnete immer wieder. Teilweise fielen an den Alpen bis zu 100 Liter auf den Quadratmeter. Am 7.März kehrte in den Hochlagen sogar der Winter wieder zurück. Am 9.3. zog in Kürnach bei Würzburg ein Tornado seine Schneise. Ausgelöst durch ein sich schnell aufbauendes Gewitter, das durch den sehr starken Jetstream an diesem Tag unter Rotation versetzt wurde. 50 Häuser sind durch den Tornado beschädigt oder teils zerstört worden. Ab dem 10.3. setzten sich dann allmählich die Hochdruckgebiete über Mitteleuropa durch und es schien verbreitet den ganzen Tag über die Sonne, was die Temperaturen schon mal nahe der 20°C Marke oder knapp darüber brachte. Am 18.März gab es nochmals einen Dämpfer durch Sturmtief ECKHARDT, welches Windgeschwindigkeiten im Süden um die 80-100 km/h verursachte.  Ab dem 25.März startete der Frühling dann richtig durch. Insgesamt gleich sechs Tage mit Temperaturen über 20°C hatte der März ab der zweiten Hälfte zu bieten. Das lag auch den 175 Sonnenstunden. Was einen überdurchschnittlichen Wert von knapp 141% ausmacht. Im Gegensatz zu den Wintermonaten regnete es, wie schon erwähnt, vor allem in der ersten Dekade mehrmals. Mit 42,2 Liter auf den Quadratmeter wurden immerhin fast 118% erreicht.